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Die Gestaltung:
Meine große Leidenschaft gehört dem Arbeiten mit Ton.Egal, ob auf der Drehscheibe, wo in wenigen Minuten aus einem Klumpen Ton ein Gefäß entsteht, oder bei dem Arbeiten mit Platten, wo eine schlichte Gefäßform, ein Objekt, eine Figur mit klar umrissener Linienführung gestalterisch umgesetzt wird. Immer steht der Erschaffungsprozeß im Vordergrund. Ton, bekanntlich ja ein sehr plastisches Material, das leicht verführt, zwinge ich meine Impression eines harmonischen Ganzen von Innen und Außen, von Ruhe und Bewegung, von Bestimmung und Hingabe auf.

Das Feuer:
Seit einigen Jahren beschäftige ich mich vorwiegend mit dem Feldbrand. Hier werden die Keramiken nach einem ersten Brand im Elektroofen bei 900 Grad, mit Sulfaten und Oxiden getränkt und dann in einer Grube mit Holz und Sägemehl ca. 4 Stunden dem offenen Feuer ausgesetzt. Die Intensität des Brandes schafft zwischen mir und den Werkstücken ein kaum zu trennendes Band. Die Spuren der Flammen des Brennmaterials und der Luftzufuhr zeichnet jedes Stück nach einer unbekannten Gesetzmäßigkeit und verleiht den Objekten einen ultimativen Charakter. Neben dem Brennen mit organischem Material übt auch der Rakubrand in einem mit Gas befeuertem Ofen eine große Faszination auf mich aus. Hier werden die Werkstücke teilweise oder ganz mit halbtranzparenten Glasuren begossen, bis 1000 Grad gebrannt, und dann glühend aus dem Ofen genommen. Anschließend, nach einer kurzen Abkühlphase, in einer Sand-Sägemehlmischung reduziert. Die durch die Abkühlung entstandenen Risse in der Glasur und der nichtglasierte weiße Ton erhalten hierbei ihre anthrazite bis schwarze Färbung.

Die Objekte:
Die verwendeten Symbole in meine Objekten spiegeln die Einstellung zum Leben als Ganzes in Grundformen. Bevorzugt der Kreis: Weite und Geborgenheit, Umfangensein. Von Außen nach Innen durchschritten gibt er Konzentration, läßt eine Mitte finden. Von Innen nach Außen erschließt er immer größere Weiten, bildet konzentrische Kreise, wird zuletzt Bild für Kosmos. Das Dreieck erschließt sich für mich als Figur mit einander verbundenen Spannungen, aber auch der Fähigkeit zur Balance von Kräften. Ein Zeichen der Zeitlichkeit – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – Ende, Mitte, Neubeginn – usw... Das Quadrat steht für den Lebensbereich im Hier und Jetzt. Und so bin ich auf der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten für meine Objekte auf Eisen gestoßen, das durch den Prozeß des Rostens auch immer auf unsere Vergänglichkeit hinweist.